Gemeinsame Übung der Feuerwehren Bernterode und Ershausen

Einsatzkräfte proben den Ernstfall

„Verkehrsunfall Richtung Martinfeld“, so lautete die Alarmmeldung für die Feuerwehren Bernterode und Ershausen am Mittwoch gegen 17:30 Uhr. Bereits sechs Minuten später war das erste der drei eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge vor Ort. Ein PKW war scheinbar aus Richtung Bernterode kommend frontal gegen einen Baum geprallt. Umgehend schafften sich die Kameraden Zugang zum Patienten und begannen mit dessen Betreuung. Parallel dazu sicherten weitere Kräfte die Einsatzstelle gegen den Straßenverkehr und stellten den Brandschutz sicher.

Alsbald trafen auch die Stützpunktfeuerwehr Ershausen und der aus Heiligenstadt gestartete Rettungsdienst an der Unfallstelle ein. Zugangsöffnungen für die rettungsdienstliche Versorgung wurden geschaffen, das Fahrzeug durch Abstützsysteme stabilisiert und ein Bereitstellungsplatz mit Material für eine technische Rettung vorbereitet.
Anschließend ging es an die Befreiung des augenscheinlich schwer verletzten Patienten. Zunächst wurde die Fahrertür des Unfallwagens mittels hydraulischem Spreizer abgetrennt. Danach entfernten die Einsatzkräfte das Fahrzeugdach, um Platz für eine schonende Rettung des Patienten zu schaffen. Dieser wurde nun mit einem Fixierungssystem zum Schutz der Wirbelsäule aus dem Fahrzeug gehoben und den Rettungswagen gebracht.
Ferner wurde nahe der Unfallstelle ein Ladeplatz für einen möglichen Transport des Patienten mit einem Rettungshubschrauber hergerichtet.


Erleichterung machte sich unter den Kameraden der Feuerwehr breit, als sie einige Beobachter nahe der scheinbaren Unglücksstelle entdeckten, denn glücklicherweise handelte es sich bei dem Szenario um eine inszenierte Einsatzübung. Im Vorfeld war ein PKW präpariert worden und in Stellung gebracht sowie eine freiwillige Patientenmime realitätsnah geschminkt.
Bei der folgenden Übungsauswertung konnten Beobachter und Einsatzkräfte feststellen, dass die Übungsziele erreicht worden und noch ein paar Tipps für zukünftige Einsätze mitnehmen. Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die zum Gelingen der Einsatzübung beigetragen haben.